IWAKIN_1_Copyright_DEFA-Stiftung

Iwans Kindheit (Iwanowo Djetstwo)

 

In der Ukraine während des Zweiten Weltkriegs. Das Land besteht nur noch aus verbrannter Erde, Verrückten und Soldaten, mitten unter ihnen ein Kind, der zwölfjährige Iwan Bondarow. Ihm hat der Krieg alles genommen, die Familie, die Kindheit und die Angst. Was ihm bleibt, ist unbändiger Hass – der Motor für seine waghalsigen Erkundungsstreifzüge am anderen Ufer des Dnepr. Keiner kann das eigensinnige, magere Kind von seinem nächsten Auftrag zurückhalten, nicht der väterlich verbundene Hauptmann Cholin, nicht der junge Oberleutnant Galzew. Erst bei der Einnahme von Berlin erfährt Galzew aus den SS-Akten von Iwans weiterem Schicksal.

 

Den Schrecken des Krieges, den Verwundungen der kindlichen Seele setzt Tarkowski nur durch seine Klammern zu Beginn und am Ende einen kleinen Hoffnungsschimmer entgegen. Traumsequenzen, die zeigen, wie es war, wie es sein könnte.

 

Die Filmnacht wird mit original mobilen Kinoapparaten aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts veranstaltet. Dank an den Dresdner Filmenthusiasten Peter Müller, der für diesen Abend die 35-mm Projektionstechnik zur Verfügung stellt und den Film selbst vorführt.

 

Spielfilm, Sowjetunion 1962, SW
Format: 35mm
Sprachfassung: Deutsch
FSK: ab 12 Jahren
Regie: Andrej Tarkowskij
Buch: Michail Papawa, Wladimir O. Bogomolow
Literarische Vorlage: Wladimir O. Bogomolow: „Leuchtspur über den Strom“, nach Motiven der Erzählung
Kamera: Wadim Jussow
Komponist: Wjatscheslaw Owtschinnikow
Produktion: Mosfilm
Darsteller: Sergej Krylow, Jewgeni Sharikow, Irina Tarkowskaja, Walentin Subkow, Nikolaj Grinko, Kolja Burljajew, Walentina Maljawina

 

Gefördert durch: Schaulust Dresden