Auch darauf warten die Fans und Freunde des beliebten eintrittsfreien Kunst- und Kulturfestivals auf der Wiese am Japanischen Palais über alle Generationsgrenzen hinweg: Dass endlich wieder ein Flügel auf der Palais Bühne steht und begleitet vom Rauschen des Windes sanfte Klaviermusik durch das  Lau der Sommernacht gleitet.

Zusammen mit dem Programmpartner „Junge Meister der Klassik“, unterstützt von der CG Gruppe AG und instrumentell begleitet vom Dresdner Pianosalon,  bietet die Reihe Klaviernächte des Palais Sommers Gelegenheit, Klassikgenuss auf höchstem Niveau unter freiem Himmel zu erleben. Junge, aufstrebende und bereits ausgezeichnete Künstler stellen sich diesem Format auch der speziellen Atmosphäre wegen so gerne, weiß Ludmilla Schmidt, Programmverantwortliche der Reihe Klaviernächte beim Palais Sommer. In diesem Sommer hat sie wieder einmal ein ausnehmend schönes und zugleich luftiges Programm kuratiert.

Den Auftakt gibt die Premiere der Klassiknacht (unterstützt von LIDL), die zugleich am 19. Juli den Palais Sommer miteröffnet und gleich den Ton für die kommenden anderthalb Monate auf der Palais Wiese setzt. Nicht nur reine Klassik bestimmt das Programm. Mit den Studenten aus den USA, die die aufführende Orfeo Vocal Arts Academy besetzen, stehen junge Musical- und Operndarsteller mit Studenten aus Übersee und Europa auf der Bühne, die seit Jahren zu einem Dresdner Sommerkurs für Gesang unter der Leitung des Amerikaners Alan Dornak zusammenkommen. Klassik und bekannter Pop, kurzum nonklassische Genres, finden hier ebenfalls ihren Platz.

Gleich am 22. Juli geht es mit dem russischen Pianisten Peter Naryshkin weiter, der bereits bei zahlreichen wichtigen und internationalen Wettbewerben (‚Akademie-Preis‘ der internationalen Sommerakademie Mozarteum Salzburg, Aachener Mozart-Klavierwettbewerb ‚Mozarte‘) ausgezeichnet, dem Dresdner Publikum kein Unbekannter (Kammermusikabend der Dresdner Philharmonie mit Bartók) ist. Mit Chopin, Beethoven, Tschaikowski, Hindemith und der eingängigen ‚Widmung‘ Schumanns und Liszts etwa, dürften verträumte Stunden sicher sein.

Ein absolutes Highlight erwartet die Zuhörer bereits zur Klaviernacht am 26. Juli mit dem Russen Leonid Egorov. Der Pianist mit der aparten Erscheinung nimmt sich zwar Chopin sowie beispielsweise Beethovens Mondscheinsonate vor, doch auch schmissige Melodien (Carmen-Ouvertüre) und improvisierte, jazzige Einlagen (Gershwins ‚Rhapsody in blue‘ mit Jazzkadenzen von Leonid Egorov) werden zu hören sein. Dabei ist der inzwischen in den USA tätige Egorov selbst eine Art YouTube-Star und definitiv eine Herausforderung auf der Bühne. Wer sich an 2014 beim Palais Sommer erinnert, weiß, wovon die Rede ist.

Die russische Grenzgängerin Nadezda Tseluykina, die neben ihrem pianistischen Können auch Regiearbeiten (‚Lulu‘ in den Berliner Sophiensälen, Wagners Ring für Kinder an der Musikakademie Rheinsberg etwa) und am 1. August die Bühne übernimmt, ergänzt Gershwin und die Zauberflöten-Ouvertüre etwa um Kreisler-Rachmaninovs „Liebeslied“.

Die Klaviernacht am folgenden 2. August bietet ein dichtes Programm mit der russischen Pianistin Marianna Storozhenko, das neben Rachmaninov, Chopin, Tschaikowsky und Liszt auch einen Walzer des brasilianischen Komponisten Heitor Villa-Lobos offeriert. Storozhenko ist ebenfalls bekannt in Dresden, sei es durch Auftritte mit dem Hochschulsinfonieorchester (in der Semperoper) oder der Elblandphilharmonie Sachsen.

Etwas ernster wird es bei der Klaviernacht am 4. August mit dem Südkoreaner Hyojin Park, bei dem auch Bach und Brahms zu Gehör kommen werden. Der Meisterschüler von Prof. Winfried Apel erhielt für den Kurs das Sächsische Landesstipendium.

Sicher ein Ausnahmetalent auf vielen Feldern ist die russische Pianistin, Komponistin, Regisseurin, Kuratorin und KünstlerinJulia Kulmann. Zu hören sein wird sie bei der Klaviernacht am 10. August außer mit Horowitz, Rosenblatt und Schostakovitch auch mit einer eigenen Paraphrase auf Ravels Malguena aus der Spanischen Rhapsodie. Die spannende Künstlerin arbeitet außerdem derzeit an der Entwicklung der synergetischen Methodik zur Kreativitätsanalyse nach Skrjabin.

Für Fans französischer Filmmusik wird die Klaviernacht vom15. August zum Must-Hear. Matthias Zeller am Klavier verführt gemeinsam mit Daniel Schmahl am Flügelhorn seine Zuhörer mit Melodien Ludovico Einaudis‘ und Yann Tiersens, denen die unvergesslichen Filmmusiken aus „Die fabelhafte Welt der Amélie“ und (passend zum Palais Sommer-Freundeskreis) „Ziemlich beste Freunde“ zu verdanken sind.

Asiatisch wird es am 23. August bei der Japanischen Nachtmit dem jungen und häufig Musikwettbewerb-ErstplaziertenTaketo Otsubo (etwa beim Fuper-Tosu Klavierwettbewerb und im Duo beim Kayabuki-Ongakudo-Wettbewerb), wobei das Programm mit Liszt, Chopin und Beethoven zum Thema Japan noch nicht mehr verrät.

Abschied nehmen heißt es dann bei dem Reihenende, das die Koreanerin Suryeon No gemeinsam mit dem Schlagzeuger Micha Gramm (ehemals von Chief in the garden) am 24. August übernimmt. Die spannende instrumentale Kombination zeigt sich etwa bei Debussy’s Images book 2 und bei Schumanns Symphonischen Etüden, op. 13. Vielleicht dämpft die Percussion dabei etwas von der sentimentalen Poesie des sich dann ebenfalls andeutenden Palais Sommer-Endes.

Aber zunächst wartet eine klingende Zeit voller fließender Harmonien, spannender Akteure und unerhöhrter Akkorde beim Sommer am Palais auf alle Klavierfreunde und solche, die es werden wollen.

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F.d.R.d.A.
Sarah von Sachsen
Pressearbeit im Auftrag des Palais Sommer Dresden
Zastrow + Zastrow GmbH, Tel. 0351/899 11-0; vonsachsen@zzdd.de