Gewinner des Canaletto-Preises stehen fest

Kultur für den Palais Sommer im Oktober

Der Palais Sommer 2019 ist vorüber und er wird, wie in jedem Jahr, neben der aufkommenden Melancholie zunächst eine unschöne Lücke hinterlassen. Eine Lücke des fehlenden täglichen Rhythmus‘, der nun nicht mehr bespielt wird, eine Lücke des Ortes, der nun nicht mehr blind angesteuert und in belebter und inspirierender Weise vorgefunden werden kann. Vielleicht auch eine Lücke fehlender Menschen, die man dort allabendlich, wöchentlich oder ab und an, gesehen, gesprochen und/oder getroffen hat.

Alles Schöne muss vergehen, könnte einem da einfallen, aber so, wie es wieder (Palais) Sommer werden wird, gibt es bereits jetzt Grund zur Freude, auch über das Gewesene. Mit rund 95.000 Zuschauern konnte der Palais Sommer 2019 noch einmal mehr (etwa 20.000 mehr als im Vorjahr) Menschen aller sozialen Richtungen und Schichtungen erreichen. „Das zeigt, dass es in dieser Stadt einen großen Bedarf an qualitativ hochwertigem Kulturprogramm und einen Hunger auf Bildung gibt, der mit vielfältigen Angeboten gestillt werden will“, sagt Jörg Polenz als Vertreter des Veranstaltungsteams.

Besonders begeistert ist man auch in diesem Jahr von der stets friedvollen Zusammenkunft auf der Palais Wiese. Auch, dass an lauen Sommerabenden allein mit der Illumination unter den Bäumen am Elberadweg und der Fassadenbeleuchtung des Japanischen Palais eine verwunschene Stimmung herrschte, lässt Glanz in den Augen der Erinnernden zurück. Egal, ob man schon auf der Palais Wiese lag, im Biergarten saß oder als vorbeischlendernder Flaneur dem Reiz des Palais Sommers erlag, die angenehme Atmosphäre zwischen Japanischem Palais und Canaletto-Blick über die Elbe hinweg, veranlasste sowohl zu den etablierten Programmreihen als auch zu den neuen Angeboten einen regen Besucherzustrom. Das Prinzip „Kultur für alle, Gemeinschaft leben“ fand wohl noch nie eine so sichtbare Umsetzung, die gerade in Zeiten breiten gesellschaftlichen Diskussionsbedarfs ungemein anschlussfähig scheint.

„Das bestätigen auch die Zahlen“, fügt Katharina Preuß hinzu, Marketingleiterin des Palais Sommers. Die Klaviernacht, eine nicht wegzudenkende Konzertreihe am und mit Piano, wurde allein von 27.000 Besuchern gehört. Das tägliche Yoga im Park, einer der Ursprünge des Palais Sommers, wurde von rund 14.000 Menschen frequentiert. Die Konzerte im Park wollten 13.000 Gäste hören und allein im Rahmen der Reihe Malen im Parkentstanden in den Sektionen Dresden Pleinair, Gemeinsam Malen und Gemeinsam Malen mit Kindern 80 Bilder. Folglich konnten sich die Gewinner des Canaletto-Preises (ausgelobt und gestiftet von der CG Gruppe AG) besonders über ihre Wahl aus dem Dresdner Ehrenpublikum, resp. ihre Auszeichnungen freuen. Rita Geißler erhielt den Preis des Dresdner Pleinairs, dessen Werke unter der erfahrenen und einfühlsamen Leitung von Prof. Aleko Adamia durchgeführt worden war. Bei „Gemeinsam Malen: vom Motiv zum Bild“ unter der sachkundigen und geduldigen Leitung von Uwe Grundmann, gefielen die Bilder von Cai Kramer, Gabriele Carcia und Franziska Raese den Juroren am besten.

Die neue Reihe Kino im Park jedoch sprengte allein im August mit 15.000 Besuchern aus dem Stand jedwede Erwartung.

Ob Kinobilder, Lichtfest-Gemäldebilder, Öl-auf-Leinwand-Bilder oder fotografierte Gedächtnisbilder, all die Erinnerungen an den vergangenen Palais Sommer 2019 werden nachhallen und bleiben. Hoffentlich tragen sie bis in den Herbst hinein und das würde für’s Erste auch schon reichen. Denn bereits im Oktober werden zwei Termine außerhalb des Palais Sommers im Rahmen der „Kultur für den Palais Sommer“ (Vortrag Prof. Reiner Mausfeld, 9. Oktober; Charlie Cunningham, 16. Oktober) die Palais Sommer-Zeit zumindest für zwei Abende zurückholen.

F.d.R.d.A.
Sarah von Sachsen
Pressearbeit im Auftrag des Palais Sommer Dresden
Zastrow + Zastrow GmbH, Tel. 0351/899 11-0; vonsachsen@zzdd.de