Ein wahres Feuerwerk von Superlativen zündet der Palais Sommer an seinem zweiten Wochenende. Das ursprünglich von Hippie-Musik beeinflusste Sextett „The Angelcy“ aus Israel holt am Freitag (27.07., 20 Uhr) mit dem Programmpartner Sound of Bronkow Klänge aus allen Enden der Welt auf die Palais-Bühne. Die personenstarke Combo verdankt ihren Bandnamen dem gleichnamigen Liederzyklus eines obdachlosen Singer-Songwriters namens Rotem Bar Or. Mit klassischen Instrumenten ausgestattet mischen die Künstler ihren percussionistischen Rhythmus mit ihren Stimmen unter Blues- und Reggae-Melodien. So wird ihre Musik überschwänglich, witzig und vor allem zugänglich und erlebbar, wobei gerade auch leise und traurig-sanfte Töne den wilden Lebenshunger ihrer Musik betonen.

Die Natur bietet häufig die schönsten Verwandlungen. Analog zum Beginn der neuen Palais.Verwandlung, die das Japanische Palais ab Freitag mit Einbruch der Dunkelheit (22 Uhr) im Rahmen des Lichtfestes des Palais Sommers in ein neues Fassaden-Gewand kleiden wird (Motiv II der Fassadenprojektion ist komponiert aus: Max Liebermann: „Das Kohlfeld“ von 1925 und Karl Schmidt-Rottluff: „Frau in den Dünen“ von 1914), können die Palais Sommer-Besucher die längste totale Mondfinsternis (sog. Blutmond) des Jahrhunderts zu musikalischen Arrangements von Jan Heinke beobachten.

Nicht große Bilder aber große Worte macht das neue Format Palais.Slam (28.07., 20 Uhr). Es trägt den Forderungen des Vorjahres Rechnung, doch endlich dieser Wortkunst ein Forum beim Palais Sommer zu bieten. Prompt wurden mit der Unterstützung von HALTERnativ e.V. Stars der Poetry-Slam- Szene verpflichtet: Die Rede ist von Aldin Halimi, Anne Kalkbrenner, Jan Cönig und Julie Kerdellant. Die Moderation übernimmt der ebenfalls bekannte Poetry Slammer Gerrard Schueft, der dafür Sorge trägt, dass die jeweils selbst verfassten Texte maximal sechs Minuten lang vorgetragen werden.

Das Summen und Rattern des mobilen 35mm-Filmprojektors mischt sich am Sonntag (29.07., 21 Uhr) wieder unter die Palais Park-Geräusche. Dann verwandelt sich das Palais-Areal bei der Filmnacht analog in ein großes Freiluftkino. „Wenn Du groß bist lieber Adam“ (unterstützt durch Patentanwalt Hans-Peter Gottfried) heißt der DEFA-Film, der von einer Filmrolle auf der mobilen Kinoanlage abgespielt wird. Er entstand 1966 unter der Regie von Egon Günther und spielt im Dresden der 1960er Jahre. Der Film, der eine poetisch-surreale Geschichte mit eigentlich politischem Hintergrund erzählt, ist vordergründig auch für seine eigene Bild-und Formsprache bekannt.

Zwischen all diesen Highlights stehen neben Yoga im Park, Picknick und Spielen im Park (29.07., ab 11 Uhr), auch der dritte Teil des Hörspiels „Huckleberry Finns Abenteuer“ (28.07., 15 Uhr) beim Hörspielnachmittag und „Matildas letzter Sommer“ bei der Hörspielnacht am Samstag (29.07., 20 Uhr) auf dem Programm.

Außerdem darf der Ausblick auf das spannende und lang erwartete Highlight zum Wochenbeginn nicht fehlen: Endlich findet die äußerst erfolgreiche Reihe Palais.Gespräche (30.07., 20 Uhr) ihre diesjährige Fortsetzung. Unter der Überschrift: „Wie leben wir morgen? Demokratie oder Finanzdiktatur?“ diskutieren der Journalist Ernst Wolff, Professor Franz Hörmann von der Wirtschaftsuniversität Wien und der Unternehmer Christoph Gröner mit Jörg Polenz vom Palais Sommer. Jasmin Kosubek (RT Deutsch) moderiert.

Die Gesprächsteilnehmer vertreten äußerst heterogene Ansichten über unser gegenwärtiges Finanzsystem und ihre zukünftigen Vorstellungen für dessen Gestaltung. Die Runde diskutiert mit erfahrenen Experten und Praktikern das äußerst komplexe Thema Geldwirtschaft, das die Menschen und Gemüter gegenwärtig besonders bewegt. Die spannende Runde wird von Live Soundscapes von Frider Zimmermann und Anna Katharina Schumann flankiert.

Für das Palais.Gespräch am Montag nehmen wir ebenfalls gerne Ihre Anmeldung (mit Stuhlreservierung) unter becher@zzdd.de entgegen.

F.d.R.d.A.
Sarah von Sachsen
Pressearbeit im Auftrag des Palais Sommer Dresden
Zastrow + Zastrow GmbH, Tel. 0351/899 11-0; vonsachsen@zzdd.de