SINGER-SONGWRITER-NACHT VOL. 3
Tinpan Orange (AUS)

Tinpan Orange und die Metro in Melbourne haben eine bemerkenswerte Gemeinsamkeit: Beide profitieren vom zauberhaften Gesang von Emily Lubitz. Die Frontfrau des australischen Folk-Trios Tinpan Orange hat 2012 der weltberühmten Sicherheitskampagne der Metro „Dumb Ways To Die“ ihre Stimme geliehen und wurde so bis heute von knapp 140 Millionen Menschen gehört.

Ihr neues und mittlerweile bereits fünftes Studioalbum „Love Is A Dog“ ist einmal mehr inspiriert von der Liebe. Mit ihrem bittersüßen, romantischen Neo-Folk erzählen die Geschwister Emily und Jesse Lubitz zusammen mit dem virtuosen Violinisten Alex Burkoy von unerfüllten Träumen und verschmähten Gefühlen, zeigen sich gleichzeitig dennoch hoffnungsvoll und zuversichtlich.

Die elf Songs malen ein buntes musikalisches Portrait. Die wenigen Komponenten, die „Love Is A Dog“ zum Strahlen bringen, sind Jesse‘s pulsierende Tremolo-Gitarre, Alex‘ schillernde Streicher-Arrangements und die feinen Fäden von Emily‘s seidener Stimme. Tinpan Orange benötigen keine Tricks in der Produktion, sie überzeugen viel mehr mit ihrem natürlichen Potential, und der einfachen Live-Stimmung, in der das Album aufgenommen wurde.

„Love Is A Dog“ eröffnet mit der Single „Rich Man“. Mit deutlichen 60s Einflüssen und Emily‘s treffendem Falsettgesang erzählt der Opener die belehrende Geschichte einer unglücklichen Ehefrau: “Lady, when a rich man comes / Take your breath away / Burning like a million suns / Lady, walk away.“ Gitarrist Jesse Lubitz findet, der Track könnte ebensogut als Filmsoundtrack dienen: “When I first heard the final mix, I had the feeling that it could have been used as a Bond theme if David Lynch was directing.” 

Der Titeltrack “Love Is A Dog” ist eine herzzerreißende Fabel über das Ende einer Liebesaffäre, Jesse‘s Harmonien schmiegen sich ausgezeichnet um Emily‘s melancholischen Refrain. „Lucky One“ und „Hear From Me“ bringen eine Leichtigkeit in das Album und provozieren Mitsing-Momente. „Light Across The Water“ ist ein schwelender, emotionaler Höhepunkt des Albums, das mit „Leopards“ ein würdiges Finale erfährt, durchdrungen von sinnlichen Harmonien, die Tinpan Orange ausmachen – mit dem aufgehenden Klimax als vorzügliches Ende eines sehr ausgewogenen Albums.

Produziert haben Tinpan Orange „Love Is A Dog“ zusammen mit Harry Angus von The Cat Empire, der ebenfalls einige Textzeilen beigesteuert hat, mit zusätzlicher Mitwirkung von Matthew Neighbour (u.a. Courtney Barnett). Gemischt hat Adam Selzer (M.Ward, She and Him).

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Ryan O’Reilly (UK)

Das zweite Album „I Can’t Stand The Sound“ (Label/Vertrieb: DNA Records/Cargo) des Songwriters Ryan O’Reilly, Wahlberliner mit englischen und irischen Wurzeln, wurde inmitten von Chaos und Hektik in einem New Yorker Kino auf der Bedford Avenue, Brooklyn, sowie in windgepeitschter Einsamkeit der südlichen Isle of Wight im Frühling 2017 aufgenommen. Das Album, produziert von David Granshaw unter Zusammenarbeit mit dem Kanadier Tyler Kyte, nimmt den Zuhörer mit auf die Suche nach Sinn; nach der Bedeutung eines tödlichen Autounfalles, der Schönheit und Dunkelheit der Straßen Berlins, dem Begreifen der amerikanischen Gesellschaft Ende 2016, und nicht zuletzt dem Versuch, den Lärm unerbittlicher 24-Stunden-News sowie des Internets auszublenden.

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Charles Vader (D)

Charles Vader spielt Songs. Die Gebrüder Vader trafen sich einst an einem heißen Augustabend auf der Holzterasse und nach dem Genuss einiger Flaschen hausgebrauten Bieres begannen sie, die Instrumente, die ihnen von den Göttern bestimmt waren, zu spielen, und die alten Weisen zu singen. Django Reinhard und Johnny Cash interpretieren die Songs von Ween mit der Attitüde von Lou Reed. Für Liebhaber von Roots, Country und selbstgebranntem Whiskey. Englische und deutsche Texte erzählen Geschichten von Matrosen, Verbrechern, Huren, Liebe und Verlust.

Charles Vader ist ein geheimnisumwitterter Mann, aber wer hin und wieder an Montagabenden im Blue Note ein Getränk zu sich genommen oder schon mal einem Konzert der Dresdner Rockabilly-Country-Institution The Lazy Boys beigewohnt hat, hat zumindest eine kleine Vorahnung, was uns hier erwarten könnte.

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Die Musik vor und nach dem Konzert und die Wurfsendungen werden zusammengestellt von Deutschlandfunk Kultur. Mit den Wurfsendungen werden unsere Gäste jeden Abend für ein paar Minuten in die kurzweilige, unterhaltsame und skurrile Welt des Minihörspiels entführt.

 

Yogamatten, Decken und Liegestühle können am Kulturcounter im Park ausgeliehen werden. 


Das eintrittsfreie Festival Palais Sommer wird vor allem durch die Spenden der Besucher möglich. Hilf dabei, noch mehr tolle Künstler nach Dresden zum Palais Sommer zu holen und unterstütze dein Festival: Sende eine SMS mit dem Kennwort PALAISSOMMER an die 81190 und spende ganz einfach 10 Euro. Oder nutze unser Online-Formular – vielen Dank für deine Unterstützung!