KONZERTE IM PARK
theAngelcy (ISR)

Zuerst war »theAngelcy« ein Liederzyklus und lyrisch-musikalisches Universum des obdachlosen und völlig unbekannten Singer-Songwriters Rotem Bar Or. Seine Songs waren von der »Hippie-Musik« beeinflusst, streckten ihre Wurzeln ebenso in den Reggae und frühen Blues wie in weitere typische Sounds ganz unterschiedlicher Ethnien aus aller Welt. Aus seinen Texten sprechen starke Gefühle und ganz persönliche, durchaus auch politisch zu verstehende Statements zu universell gültigen Ängsten und Hoffnungen.

Es war 2011, als sich eine Clique von Musikern um Bar Or gruppierte und die Band »theAngelcy« aus der Taufe hoben. Die Formation bestand und besteht aus sechs Mitgliedern. Neben der Gitarre von Rotem Bar Or besteht das Instrumentarium aus Geige, Klarinette, Drums (besonders spannend: zwei Drummer arbeiten simultan an einem Set drums) und Kontrabass. Alle Musiker*innen (zur Hälfte Frauen) spielen mehrere Instrumente und singen. Ihre Lieder arrangieren sie gemeinsam und investieren viel Zeit, um sie in der Gruppe zu erarbeiten.

Das Sextett hat es geschafft, einen ureigenen, charakteristischen Sound zu entwickeln, der tiefe, manchmal auch traurige, Emotionen spiegelt und mit lebensbejahender Energie, klassischen Instrumenten, viel Gesang und ordentlich Percussion performt wird. Die Stimmung auf der Bühne zwischen den Songs ist ziemlich hemdsärmelig, durchaus lustig und wirkt vielleicht manchmal etwas improvisiert und unbeholfen. Ziemlich sympathisch also.

Schon vor dem Release ihres Albums »Exit Inside« (Frühling 2014) und ohne ein professionelles Management und Marketing hatte die Band eine Reihe von guten Kritiken und eine ordentliche Fan-Gemeinde. Die Demoversion eines ihrer Songs (»Dreamer«) schaffte es auf Israels bekannteste und einflussreichste Radio-Playlist. Das Debütalbum wurde sofort ein Hit. Alle Medien Israels spielten es rauf und runter und sogar im Ausland wurde es positiv wahrgenommen.

2015 brachten »theAngelcy« ihr Album auf den internationalen Markt (bei »Jive Epic France«, einem Sony-Label) und starteten ihre Tour durch Europa. Dabei traten sie bei einer Reihe wichtiger Festivals auf (Primavera Festival, Sziget, Fusion Festival, Haldern Pop und Printemps Bourges, um nur einige zu nennen). Inzwischen haben sie eine treue Anhängerschaft in Deutschland, der Schweiz, Frankreich und Österreich gefunden, die gespannt auf ein neues Album wartet, das sicher noch dieses Jahr erscheinen wird.

 

Es ist eine Form von Indie-Folk, die das Präfix “Indie”, also “Independent”, mehr als verdient hat, so frei und klug variieren The Angelcy auf ihrem Debütalbum “Exit Inside” Folk, Blues, Klezmer oder auch Anklänge von Kammermusikalischem und Jazzigem. Und Freiheit. Darum geht es hier doch. (Süddeutsche Zeitung)

 

Die Musik vor und nach dem Konzert und die Wurfsendungen werden zusammengestellt von Deutschlandfunk Kultur. Mit den Wurfsendungen werden unsere Gäste jeden Abend für ein paar Minuten in die kurzweilige, unterhaltsame und skurrile Welt des Minihörspiels entführt.

 

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Yogamatten, Decken und Liegestühle können am Kulturcounter im Park ausgeliehen werden. 


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