FILMNACHT ANALOG
Wenn du groß bist lieber Adam | Egon Günther | DDR | 1966

INHALT

Adam ist ein gewitzter Junge, der oft allein ist. Die Mutter studiert in Schwedt, während der Vater Sepp Tember in Dresden als Ingenieur in einem Elektro-Betrieb tätig ist. Vor allem der Freund der Familie, Pfarrer Konstantin, fördert Adams Geist durch philosophische Schriften. Eines Tages folgt Adam und Sepp ein Schwan in eine Bahn. Als dieser aus der Bahn befördert werden soll, weil er keine Fahrkarte hat, kauft Adam für ihn ein Ticket. Wenig später rudern Vater und Sohn auf einem Moritzburger Teich, als der Schwan eine Taschenlampe ins Boot wirft. Zu Hause reinigt Adam die Lampe und Sepp lügt mal wieder, dass er viel weniger Zigaretten geraucht hat, als Adam annimmt. Adam leuchtet ihn mit der Lampe an und Sepp schwebt für einige Sekunden in der Luft. An der Haushälterin probieren beide die Lampe ebenfalls aus und wissen bald, dass ihr Licht Lügner zum Schweben bringt – je stärker die Lüge, desto höher schwebt der Lügner.

Sepp plant nun, die Lampe in Serienproduktion zu geben. Das Original sorgt für einiges Chaos, so zerstört es die Liebesbeziehung zwischen den Angestellten Erasmus und Caroline, da Erasmus laut Lampe Caroline nicht liebt. Einige Zeit hat Adam noch Spaß, durch die Stadt zu gehen und wahllos Leute auf der Straße zum Schweben zu bringen. Als die Lampe jedoch in mehreren Exemplaren reproduziert wurde, wird zweierlei deutlich: Niemand hat eine Lampe vorbestellt, also scheint sie nicht gebraucht zu werden oder ist nicht gewollt. Zudem funktionieren auch die nachgefertigten Lampen nicht wie das Original, sondern leuchten nur. Adam ist eine normale Lampe inzwischen lieber als die Lügenlampe geworden. Er tauscht das Original gegen eine Kopie aus, die ihm wiederum von Sepps Chef weggenommen wird, da er darin das Original vermutet. Der Chef zerstört die Lampe. Später erhält der Minister eine gleiche Lampe und stößt diese „versehentlich“ von einer Brücke ins Wasser. Die Lampe trifft einen Schwan und geht unter. Kurz darauf sehen Adam und Sepp ihre Mutter am Elbufer entlang kommen, die für fast zwei Tage die Familie besucht. Gemeinsam gehen sie davon.

UMSETZUNG

  • Regie: Egon Günther
  • Produktion: DEFA, KAG „Roter Kreis“
  • FSK: ab 6 Jahren
  • 70 Min., Farbe, Spielfilm

DARSTELLER

  • Stephan Jahnke: Adam
  • Gerry Wolff: Tember
  • Manfred Krug: Konstantin
  • Daisy Granados: Caroline
  • Rolf Römer: Erasmus
  • Hanns Anselm Perten: Eisenreich
  • Wolfgang Greese: Direktor
  • Günther Simon: Minister
  • Mathilde Danegger: Frau Sonnenberg
  • Fred Delmare: Regisseur
  • Günter Junghans: Regie-Assistent
  • Christel Bodenstein: Frau Tember
  • Walter E. Fuß: Gärtner Leopold
  • Arthur Jopp: Journalist „Frauenorgan“
  • Marita Böhme: Konstantins Freundin
  • Hans-Joachim Preil: Straßenverkäufer

Wir zeigen den Film mit Original 35mm Filmrollen auf einer mobilen Kinoanlage, die freistehend im Park zu erleben ist.

Die Musik vor und nach der Veranstaltung und die Wurfsendungen werden zusammengestellt von Deutschlandfunk Kultur. Mit den Wurfsendungen werden unsere Gäste jeden Abend für ein paar Minuten in die kurzweilige, unterhaltsame und skurrile Welt des Minihörspiels entführt.

 

Danke an Peter Müller und Fabian Bräuninger | unterstützt durch Patentanwalt Hans-Peter Gottfried

 

Yogamatten, Decken und Liegestühle können am Kulturcounter im Park ausgeliehen werden. Für Mitglieder des Freundeskreises ist das Ausleihen kostenfrei!


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