Datum/Zeit
11.08.22
21:15 - 22:48

Ort
Ostra-Dome
Zur Messe 9 a, 01067 Dresden

Palais.Kino
Stummfilm-Konzertnacht, Film: Nosferatu | Live: Olicía & Assimilation Process
Stummfilm-Konzertnacht

Das Palais.Kino ist eintrittsfrei und werbefrei. Dir gefällt die Idee dahinter? Unterstütze uns als Mitglied im Comuneo-Freundeskreis oder mit deiner Spende! Wir empfehlen für diese Veranstaltung einen freiwilligen Beitrag in Höhe von 15 Euro.

Stummfilm aus dem Jahr 1922 von Regisseur F. W. Murnau, basierend auf dem Roman „Dracula“ von Bram Stoker. Ein Immobilienagent erhält den Auftrag, für einen Kunden namens Graf Dracula nach Transsylvanien zu reisen, der sich für den Kauf eines Hauses in Wismar (und seine Frau) interessiert. Murnaus Film „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“, der am 4. März 1922 im Marmorsaal des Zoologischen Gartens Berlin uraufgeführt worden ist, ist einer der ersten Horrorfilme überhaupt und eines der wichtigsten Werke des Kinos der Weimarer Republik. Eine Abkehr von den Kunstwelten des expressionistischen Kinos, die über Außenaufnahmen und eine Vielzahl real existierender Drehorte den Einbruch des Grauens in das Vertraute beinahe passiv und dokumentarisch zu verfolgen scheint. Der von Max Schreck so ikonisch verkörperte Graf Orlock ist bis heute die (pop-)kulturelle Blaupause des blutdürstenden Untoten.

Genre: Horror
Regie: Friedrich Wilhelm Murnau
Darsteller: Max Schreck, Gustav von Wangenheim, Greta Schröder uvm.
Länge: 93 Minuten
Produktionsjahr: 1922
Land: Deutschland
FSK: 12

Film-Live-Konzert mit Olicía und Assimilation Process

Zum Jubiläum von Friedrich Wilhelm Murnaus »Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens« (1922, 1h34min) haben Olicía (Kopenhagen/Berlin) und Assimilation Process (Dresden) den Stummfilmklassiker neu vertont. Der düsteren Atmosphäre Nosferatus nehmen sich die Musikerinnen Anna-Lucia Rupp und Fama M’Boup, auch bekannt als Olicía, und der Musikproduzent Stefan Senf an, der unter dem Alias Assimilation Process zahlreiche Filme und Theaterstücke vertont hat.
Die Künstler*innen haben im Auftrag des Militärhistorischen Museums Dresden 2021 einen völlig neuen Filmsoundtrack komponiert, der die 100 Jahre alten Bilder mit zeitgenössischen Mitteln neu interpretiert: die elektronisch anmutende Klangästhetik aus Samples und field recordings, organischen Beats, jazzigen Loops und elektronischen Ambientflächen wird darin immer wieder gebrochen durch akustische Klänge von Klarinette, Zither, Klavier und den Stimmen der beiden außergewöhnlichen Sängerinnen und Multiinstrumentalistinnen, die die Filmsequenzen wie Geister zu durchwehen scheinen. Bilder und Musik verschmelzen dabei (alb-)traumartig zu einem ganz und gar einzigartigen Livemusik-Film-Erlebnis. Auch das eigens kreierte Artwork des Dresdner Siebdruck-Künstlers Lars P. Krause ist zur Nutzung in Verbindung mit einem Film-Konzert der Künstler*innen freigegeben.

Presse: „Der Andrang beim Stummfilm-Kino mit „Nosferatu“ zu Live-Musik war so groß, dass gut 200 Menschen weggeschickt werden mussten […] das Musikerinnen-Duo Olicía sowie der Soundbastler und Produzent Stefan Senf alias Assimilation Process verpassten dem harmlos startenden Grusel-Klassiker einen Soundtrack, der früher als der Film an der Spannungsschraube drehte. Elektronische Klangflächen, ein sachtes Klopfen, ein verwirrender Mix aus schwer zu deutenden Geräuschen. Eine großartige Idee, nicht in den Standardbaukasten der Thriller-Begleitklänge zu greifen und Erwartungen so zu unterlaufen.“ – Sächsische Zeitung, 15.10.21

Olicía

Fama M’Boup und Anna-Lucia Rupp leben derzeit in Berlin und Kopenhagen mit einer gemeinsamen Basis in Dresden. Dort haben sie sich während ihres Musikstudiums kennengelernt und bald darauf die Band und ihr eigenes Label o-cetera gegründet, auf dem nun nach zwei Ep‘s und zahllosen Konzerten in den letzten Jahren ihr Debütalbum erschienen ist. Aufgenommen wurde es im Berliner Monoton Studio zusammen mit dem aus San Francisco stammenden Produzenten und Autor Miles Deiaco. Sophie Hunger hat die beiden vor Kurzem für die Tourband zu ihrem aktuellen Album „Halluzinationen“ gewonnen.
Die Musik ihres Albumdebüts „Liquid Lines“ (VÖ: 1.10.21) ist ohne klare Vorbilder oder eindeutige Vorgänger. Sie bewegt sich im Spannungsfeld zwischen menschlicher Stimme, akustischen Instrumenten, freier Improvisation und dem Einsatz moderner elektronischer Möglichkeiten. Irgendwann haben sie dem Ganzen den Genrenamen „electronic handmade loopjazz“ gegeben. Fragmentierter, elektroider Soul, verspielter, vielsprachiger Global Pop, die Ergriffenheit des Folk und ein dem Jazz entlehnter Ansatz der Improvisation innerhalb einer festen Struktur. All diese disparaten Elemente vereinigen sie in erstaunlich konzisen, direkten und emotionalen Pop Songs. „Liquid Lines“ wurde gerade in der Rubrik ‚Debüt- Album des Jahres‘ für den Deutschen Jazzpreis 2022 nominiert.

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Programmpartner: Loose Notes
Unterstützt durch: sächsische.de


Decken und Liegestühle können vor Ort ausgeliehen werden.

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